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Tuesday, November 13, 2012

Review: Philips Fidelio P9 - der "bessere" Soundlink?


Es ist immer wieder schön, wenn sich Hersteller gegenseitig kopieren. Mag ja auch purer Zufall sein, dass mehr als ein Jahr nach dem Erscheinen des Bose Soundlink, auf einmal Philips mit einem "ähnlichen" Gerät auf den Markt kommt, dass nicht nur optisch sehr an den Soundlink erinnert, sondern auch vom Handling, mit einem vergleichbaren Ledercover, das nach dem Umklappen als Ständer fungiert. Ebenso die inneren Daten, mit 2 Treibern pro Kanal und 2 Passivradiatoren (und extra Hochtönern) werden den meisten bereits vertraut sein, ganz zu schweigen vom Preis, der sich auch eher an Bose's überteuerten Preisgestaltung orientert. Wenn dann das Ergebnis auch passt habe ich nichts dagegen einzuwenden und kaufe mir gern einen Skoda, statt eines VWs, aber kann die Kopie wirklich überzeugen? Das möchte ich hier nun testen.



Mich hat der Philips P9 seit Beginn an interessiert, da ich einerseits das Design recht edel fand, auf den meisten Bildern wurde er nämlich mit Seitenleisten aus Holz präsentiert, andererseits habe ich mir von Philips erhofft, dass sie vielleicht zu einer noch angenehmeren Klangabstimmung gefunden haben, als Bose es geschafft hat.
Man braucht sich nicht belügen, aber der Bose Soundlink zielt extrem darauf ab, einen möglichst "fetten" Sound zu erzeugen, koste es was es wolle. Dass dies manchmal nicht so gut klingt, vor allem bei leisen Lautstärken und auch auf Kosten der Höhenwiedergabe, ist ein Problem, mit dem ich trotz Version 2, nach wie vor zu kämpfen habe. Bei leisen Lautstärken nimmt beim Bose Soundlink irgendwann der Bass überhand, und man muss dann gezielt mit EQs nachregeln, um auch da einen ausgewogenen Klang zu erreichen. Vielleicht liegt es an den fehlenden Hochtönern bei Bose, denn Philips hat insbesondere in deren Pressetexten zu den neuen Lautsprechern die speziellen Softdome Tweeter hervorgehoben. Das teurere Modell P9 verfügt im Gegensatz zum P8 angeblich sogar über einen optimierten Crossover-Filter, was auf einen besonders transparenten Klang hindeuten müsste.

Ich war natürlich gespannt und als der P9 dann endlich erhätlich war, habe ich ihn bestellt, mit der Hoffnung nun einen "besseren" Soundlink zu haben, einen echten VW, aber mit Skoda-Logo vorne drauf.

Nach dem Öffnen der Verpackung ist mir zuerst mal ein stechender Klebstoffgeruch entgegengeströmt. So wie Bose's Neugeräte immer einen angenehmen Geruch verbreitet haben und ich kürzlich beim Kauf der neuen Version erneut voller Entzücken das Gerät beschnüffelt habe, so unangenehm war diese Erfahrung bei Philips. Irgendwann verfliegt dieser Geruch natürlich, aber der Philips hat auf jeden Fall hier schon mal den ersten Minuspunkt gesammelt, er hat einfach nur gestunken. Aber einen Lautsprecher kauft man ja nicht, um daran zu schnüffeln, sondern um damit Musik zu hören. Also eingeschaltet und losgehört... oder auch nicht, denn er war nicht aufgeladen, er hat nicht mal aufgeleuchtet, oder irgendein Lebenszeichen von sich gegeben. War auch wirklich das erste mal, dass ich ein Produkt gekauft habe, das sich nicht sofort einschalten ließ. Ich hab ihn also über Nacht am Ladestecker angehängt und mich zum Hörtest auf den nächsten Tag vertröstet.


Abgesehen vom Gestank, wirkt das Äußere vom Philips P9 schon recht edel, zumindest was die Aluminiumteile betrifft. Das Gitter ist silber und wirkt optisch einfach überzeugender, als das Grau von Bose. Der Bose wirkt irgendwie altmodisch, wie ein alter Küchenradio, der P9 hingegen hat etwas modernes und schlichtes. Die vermeintlichen Holzleisten an der Seite sind jedoch aus billigem glatten Plastik, das sofort auch zerkatzt. Da wirken die Metallleisten von Bose wiederum stabiler. Allem Anschein nach wird es aber noch weitere Modelle bzw Ausführungen vom P9 geben, wo dann die Seitenteile tatsächlich aus Holz sind, wieviel diese Versionen dann kosten werden, habe ich jedoch nirgendwo eruieren können. Meine teure "Premiumvariante" mit Ledercover hat Holz jedenfalls nie gesehen.


Wo der P9 auch überhaupt nicht punkten kann, ist das Ledercover, denn dabei handelt es sich eigentlich nur um einen billigen, dünnen Lappen. Das Cover hätte man sich auch locker sparen können, denn es hat keinerlei stabilisierende Funktion. Es hat 2 magnetische Bereiche, an denen sich der P9 in zwei verschiedenen Winkeln anlehnen lässt, aber er steht überraschenderweise auch völlig ohne Cover stabil. So wie es scheint, wird auch das günstigere P8 Modell vollkommen ohne Hülle verkauft. Im Gegensatz zum Soundlink, macht die Hülle beim P9 nicht viel Sinn. Der Lautsprecher schaltet sich zwar automatisch aus, wenn man die Hülle zuklappt, aber sonst...



Von der Größe sind Soundlink und P9 sehr ähnlich, wobei der Soundlink dennoch kompakter ist. Er ist etwas weniger breit und auch nicht ganz so dick wie der P9, gewichtsmäßig ist jedoch kaum ein Unterschied festzustellen, wobei ich da auch nicht genau nachgewogen habe.

Von den Bedienelementen etwas spartanisch verfügt der P9 nur über 2 Lautstärketasten, eine Powertaste sowie eine Mutetaste. Bluetoothpairing usw wird ebenso über die Powertaste gehandhabt. Neben einer kleinen LED zur Anzeige des Bluetoothstatus, hat sich Philips einen besonderen Gag zur Batterieanzeige einfallen lassen. Berührt man das Gerät, leuchten neben dem Batteriesymbol 4 Lämpchen auf, die einen vollgeladenen Akku symbolisieren. Hierfür ist es nicht notwendig den Lautsprecher einzuschalten, oder das Cover wegzuklappen, man muss das Gerät einfach am Metallrahmen antippen, dann leuchten die Anzeigen sofort auf. Interessanterweise war nach nicht mal 5 Minuten, während ich den P9 nur für ein paar Fotos hin- und hergestellt habe, bereits die erste Leuchte erloschen, ohne dass ich ihn überhaupt eingeschaltet hätte. Man kann sich daher ausmalen wie genau und sinvoll die Anzeige tatsächlich ist.


Doch nun zum Wichtigsten:

Nach dem Einschalten habe ich den P9 mit meinem Iphone verbunden und gleich mal ein paar Lieder angespielt. Was mir entgegenströmte war nicht besser als ein durchschnittlicher Küchenradio. Ich konnte es nicht ganz glauben, also habe ich schnell noch den Soundlink angeworfen und daneben hingestellt, um die selben Lieder mal da mal dort abzuspielen. Der P9 klang einfach billig, weder im Höhenbereich, noch irgendwie im Bassbereich konnte er sich wirklich behaupten. Er klang zwar eine Nuance klarer als der Soundlink, aber die Wiedergabe war hier ebenso stark gerichtet. Kaum hörte man von etwas weiter oben, war von den Höhen kaum noch was zu hören. Insgesamt war die Höhenwiedergabe verglichen mit dem Soundlink in keinster Weise besser, trotz der hochgelobten Hochtöner.
Auch im Mittenbereich konnte der P9 nicht wirklich überzeugen, er klang irgendwie topfiger, aber wo er völlig enttäuschte war der Bassbereich. Während man beim Soundlink erstmal staunt, wenn man die ersten Basstöne hört, denkt man sich beim Philips: Naja, ein durchschnittlicher kleiner Lautsprecher halt. Der Bass hatte weder ansatzweise die Tiefe noch die Power, die man vom Soundlink kennt und schätzt, oder auch nicht schätzt. Man konnte zwar die Vibration im Bassbereich ganz gut fühlen, aber gehört hat man den Bass kaum. Der P9 klang einfach durchschnittlich und ohne jetzt direkt verglichen zu haben, ist der Philips SoundAvia, den ich um 1/3 gekriegt habe dem P9 klanglich haushoch überlegen. Wenn man überhaupt keinen Bass mag, und auch so eher einen langweiligen Mitten/Höhenbereich bevorzugt, könnte man mit dem P9 durchaus zufrieden sein, aber für solch eine Performance 300 Euro zu zahlen, ist schon gewagt! Man bekommt bessere Lautsprecher um 70 Euro, selbst das iPig mit Akku um 70-80 Euro schlägt den P9 klanglich allemal!
Was mir bei meinem Gerät außerdem aufgefallen ist, dass gewisse tiefe Töne im Inneren ein Rasseln verursacht haben. Je nach dem in welchem Winkel man den Lautsprecher hielt, war das Rasseln mal stärker mal schwächer. Ich vermute hierbei ein Problem mit dem Passivradiator, der entweder schlecht montiert wurde, oder sonst gegen irgendetwas im Inneren angestoßen ist.
Als ich am nächsten Tag den P9 bei einem Händler bereits ausgestellt gesehen habe, musste ich auch da unbedingt Hand anlegen, und obwohl ich das Gefühl hatte, als würde dieser eine Nuance voller im Bassbereich klingen, war der Gesamtklangeindruck dennoch eher flau. Ich vermute bei meinem Modell einen Defekt am Passivradiator, was den Klang zusätzlich verschlechtert haben könnte. Aber über die mittelmäßige Gesamtperformance konnte auch ein defekter Passivradiator nicht hinwegtäuschen.


Von der Lautstärke kommt der P9 ebenfalls nicht an den Soundlink ran. Er ist deutlich leiser als der Soundlink und verliert bei maximaler Lautstärke extrem an Dynamik, er klingt dann sehr bemüht, komprimiert und völlig ohne Bass. Der Soundlink hat den P9 bei hohen Lautstärken in Grund und Boden gespielt.
Darüber hinaus sind mir immer wieder Verbindungsabbrüche aufgefallen. Nicht nur mein Gerät war davon betroffen, sondern es ist mit in der kurzen Zeit im Laden auch 2 mal passiert, dass die Bluetoothverbindung plötzlich weg war, und sich der P9 erst nach einigen Sekunden wieder von selbst mit dem Iphone verbunden hat. Vielleicht liegt es am Iphone, doch mit dem Soundlink hatte ich solche Probleme bisher noch nie.
Gefehlt hat mir außerdem die Möglichkeit den Klang weiter anzupassen. Haben die meisten Lautsprecher von Philips oft zusätzliche Klangparameter, die sich per App aktivieren lassen wie "Fullsound", "DBB", oder sogar einen mehrband EQ, so muss man sich beim P9 mit dem begnügen, was er so hergibt.

Einen Vorteil hat der P9 aber doch gegenüber der Konkurrenz: Er verfügt über einen eigenen USB-Anschluss, mit dem sich weitere Geräte laden lassen. Wie oft ich dieses Feature nutzen würde, weiss ich nicht, denn Ladegeräte habe ich auch so schon genug.

Ich habe den P9 sofort wieder weggepackt und zurückgeschickt. Was sich Philips dabei gedacht hat, will sich mir nicht so ganz offenbaren. Als direkter Konkrrent zum Soundlink versagt der Philips kläglich. Selbst billige Lautsprecher von Logitech klingen besser als dieses Teil. Der Preis ist jenseits von Gut und Böse, und auch wenn der Lautsprecher optisch durchaus zu gefallen weiss, es geht letzlich immer um den Klang, und der ist beim dem "Premiummodell" P9 einfach zum Vergessen!

+ hübsch anzuschauen

- teuer
- Klang unter dem Durchschnitt
- keine zusätzliche Möglichkeit der Klanganpassung
- häufige Verbindungsabbrüche
- Ledercover nur ein dünner Lappen
- Seitenleisten aus billigem Plastik

Friday, November 9, 2012

Review: Logitech UE mobile Boombox - Die Boombox ohne "Boom"

 
Die Logitech UE mobile Boombox ist ein Nachfolger der bekannten mobile Boombox von Logitech, die in Wahrheit nur ein rebrandetes Chinateil war, das man auch von iui oder Xquisit in gleicher Form zu kaufen bekam.
Die UE-Version ist allem Anschein nach komplett neu entwickelt worden, das Gehäuse ist jetzt größer und wirkt auch vom Design moderner und ernsthafter, nicht mehr ganz so sehr nach Spielzeug wie es noch beim Vorgänger der Fall war. Inwiefern sich auch klanglich was geändert hat, ob zum Schlechten oder zum Besseren, möchte ich hier nun testen.


Geliefert wird die UE mobile Boombox in einer schicken Hartplastikverpackung, die zuerst mit einigem Fingerspitzengefühl geöffnet werden muss.

Jedenfalls gefällt mir die UE mobile Boombox optisch ganz gut. Sie wirkt robust und die Gummiummantelung fühlt sich wertig an, dass man nicht das Gefühl hat billiges Plastik anzugreifen. Die UE mobile Boombox ist in verschiedenen Farbvarianten zu haben, wobei die rot/schwarze Version, die mir am meisten gefallen hätte, nirgends verfügbar war. Sie ist um einiges größer als die alte Version, vom Volumen in etwa 20% größer als die Jambox, was nicht weiter stören würde, falls der Klang entsprechend "hochskaliert" würde.
Vor allem das Design der Rückseite empfinde ich aufgrund des "Lüftungsschlitzes" für den Passivradiator sehr schick. Schade, dass nicht auch die Vorderseite damit geschmückt ist, denn der Schlitz lockert das schlichte Design auf, wie ich finde. Schön wäre sogar ein weiterer Schlitz an der Unterseite gewesen, sodass 2 Passivradiatoren entgegengesetzt arbeiten könnten.


Die Rückseite erinnert mich dadurch sogar optisch an den Computer Music Monitor von Bose, der auch über so einen solchen Spezialschlitz verfügt. Obwohl der Music Monitor nochmals etwa 50% mehr Volumen als die UE mobile Boombox hat, ist in Wahrheit nicht mehr viel Unterschied da. Ob ich nun die UE Boombox oder den Music Monitor einpacken müsste (im Falle es würde sich beim Music Monitor um einen portablen Lautsprecher handeln), beide würden mehr oder weniger gleich viel Platz im Gepäck mitnehmen.


















Geladen wird die UE mobile Boombox mittels eines Micro-USB Kabels. Ein kleines Ladegerät wird dafür auch mitgeliefert. Das Ladegerät selbst ist kaum größer, als der europäische Stecker, der zusätzlich angesteckt werden muss.


Nach dem Einschalten wird der Besitzer mit einem gesampelten E-Gitarrenakkord begrüsst, der etwas 8bit-artiges an sich hat. Wird die Bluetoothverbindung erfolgreich aufgebaut, bestätigt der Lautsprecher dies mit einem weiteren Ton. Die Lautstärke der Töne lässt sich leider nicht regeln und in leiser Umgebung mag der Startton doch etwas laut sein.

Ob Logitech hier wirklich alles komplett neu entwickelt hat, kann ich nicht beurteilen. Die UE mobile Boombox ist aber genauso wie die alte mobile Boombox mit 2 kleinen Treibern ausgestattet und einem großen Passivradiator an der Oberseite, den man durch den Schlitz gut erkennen kann.


Im Direktvergleich mit der alten Boombox spielt die neue auf jeden Fall druckvoller. War die alte doch sehr höhenbetont, hat man bei der neuen alles besser aufeinander abgestimmt. Die neue hat mehr Bass, dominantere Mitten und zurückgenommene Höhen und das Wichtigste: Sie kann selbst bei maximaler Lautstärke vollkommen ohne Verzerrung spielen, und die maximale Lautstärke ist doch um einiges höher als bei der alten Version.


Verglichen mit der Jambox oder dem FoxL, merkt man dann doch, dass da klanglich nicht so viel Unterschied ist. Die UE mobile Boombox hat eine ähnliche Abstimmung wie die Jambox, nur der Bass reicht bei weitem nicht so tief, dafür ist er im oberen Bereich präsenter. Die Jambox kann meistens durch die Aufstellung in einer Ecke zusätzlich gepusht werden, der Bass bekommt dann Druck, bei der UE mobile Boombox hingegen fängt es dann an dumpf und wummig zu werden, da die Hauptresonanz beim Bass etwa bei 150Hz liegt und darüber. Außer dass die UE Boombox doch um einiges lauter spielen kann als die Jambox, war ich überrascht, dass sie klanglich überhaupt keine Vorteile gezeigt hat. Vor allem der FoxL klang bei normalen Lautstärken präsenter, feiner und mit druckvollerem Bass als die UE mobile Boombox. Erst als der FoxL dann lautstärkemäßig am Limit war und zu verzerren begann, hatte die UE mobile Boombox noch einiges an Potential. Ich würde sagen sie spielt in etwa 30-40% lauter als der FoxL.

Der Klang selbst ist leider in keinster Weise beeindruckend. Klingt der FoxL auf seine Art doch recht edel, kommt die UE mobile Boombox im direkten Vergleich doch topfiger rüber. Es klingt hohl und bei weitem nicht so räumlich. Ich fand es schade, dass Logitech den Klang hier nicht stärker gepusht hat. Die UE mobile Boombox ist zwar ein deutlicher Schritt nach vorn gegenüber der alten Version, vor allem auch was Power betrifft, aber sie klingt nicht wirklich gut oder überragend. Verglichen mit dem JBL Flip, würde ich dem Flip auf jeden Fall den Vorzug geben. Er klingt weniger mittenbetont, dafür direkter im Höhenbereich und angenehmer im Bass. Mit etwas Feintuning kann man aus dem JBL Flip klanglich viel mehr rausholen und er spielt nochmals um einiges lauter. Es ist beeindruckend wie laut der Flip aufspielen kann. Da beide Lautsprecher in etwa im selben Preissegment liegen (in den USA kosten beide 99$), kann ich die UE mobile Boombox in Anbetracht der Konkurrenz nicht wirklich empfehlen. Der JBL Flip wirkt auch von der Verarbeitung nochmals qualitativ wertiger und edler und ist durch die freie Aufstellung im Hoch- bzw Querformat auch so flexibler.

Akkulaufzeit konnte ich nicht testen, aber ich vertraue auf die Angaben des Herstellers, der 10 Stunden nennt.
Als Alternative zu Jambox und co. ist die UE mobile Boombox sicherlich die bessere Wahl, vor allem finanziell gesehen, aber in Wahrheit liefert der JBL Flip doch noch etwas mehr "Dampf", wobei mich letzlich auch dieser nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.

+ modernes schlichtes Design
+ hohe Lautstärke
+ keine Verzerrungen selbst bei maximaler Lautstärke
+ eher neutral gehaltener Klang ohne Überbetonung von Höhen wie beim JBL Flip

- laute Statustöne beim Einschalten und Paaren
- Klang "mager" für die Größe, kaum Druck im Bassbereich
- verglichen mit FoxL topfiger, geschlossener Klang

Thursday, November 8, 2012

Pimp my Sounddock: neue Hüllen für den alten


Bose hat still und heimlich neue Hüllen für den Sounddock portable rausgebracht. Bin gestern durch Zufall beim Schlendern durch einen Laden darauf gestoßen.

Da mein Gerät nach all den Jahren intensiver Nutzung doch schon etwas mitgenommen aussieht, habe ich vor mir so eine Hülle zu gönnen, damit wird er wie ein komplett neuer Lautsprecher aussehen. Ich finde die Optik mit Hülle sehr gelungen, gefällt mir sogar besser als "nackt", wirkt irgendwie verspielter und nicht ganz so streng wie die meisten Bose Designs.

Erhältlich sind die Hüllen in 3 verschiedenen Farben um je 39,90, wobei ich mich nicht entscheiden kann, welche Farbe ich nehmen soll.




Update:
Ich habe mich gestern doch noch für die rote Hülle entschieden. Im Bose-Store war die graue auf einem Sounddock portable im Schaufenster ausgestellt und sah in dieser Farbe doch etwas fad aus. Man erkannte kaum die schwarzen Konturen, und der Sounddock wirkte fast wie ohne Hülle. Also blieb die Entscheidung zwischen blau und rot und irgendwie fand ich rot dann doch "männlicher".

Mein Sounddock portable sieht jetzt wirklich aus wie ein ganz anderer Lautsprecher. Schade dass Bose nicht schon viel früher die Idee für solche Covers gehabt hat. Fraglich warum die gerade jetzt rausgekommen sind, wo die meisten Dockinggeräte inklusive Sounddock usw, wohl eher kaum noch Zukunft haben werden.


Tuesday, October 23, 2012

Hörtest: JBL Flip







Ich war seit Beginn an sehr am JBL Flip interessiert, vor allem nach dem euphorischen Testbericht von iLounge, wo der Lautsprecher die Bestnote erhalten hat, dachte ich es könnte ein netter Begleiter für unterwegs sein und auch eine bessere Alterantive zu FoxL oder Jambox.

Ich wollte den JBL Flip schon längere Zeit bestellen, fand jedoch keinen Händler, der ihn auf Lager hätte, bis ich heute durch Zufall beim Saturn darauf gestoßen bin und ihn gleich ausprobieren musste.

Von der Größe durchaus mit der kleinen Jambox vergleichbar, wirkt der JBL Flip sehr handlich. Aufgrund der runden Form ist er auch besser zu verstauen. Er hat auf der Unterseite einen gummierten Teil, auf dem er relativ stabil positioniert werden kann. Auch im Hochformat steht er gut, wobei ich nicht ganz verstanden habe, welchen Zweck das haben sollte, da das Stereobild, falls man überhaupt von einem solchen sprechen kann, dann völlig verloren geht.

Das Paaren mit meinem Iphone verlief schnell und unkompliziert und sofort konnte ich einige Stücke darauf hören. Der anfänglichen Begeisterung und Neugier wich jedoch bald Ernüchterung. Das Teil klingt kaum besser als ein Transistorradio, erst als ich gemerkt habe, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, mit welchem Pegel man den JBL Flip füttert. Ist der JBL Flip auf maximaler Lautstärke und der Zuspieler entsprechend niedrig eingestellt, klingt der Lautsprecher auch deutlich dünner als wenn man den Zuspieler maximal hochregelt und den Flip entsprechend runter. Aber auch so war der Klang als andere als umwerfend. Er klang nicht besser als ein halb so teurer JBL On Stage micro, der vom Gehäuse auch nicht viel größer ist, aber dafür von der Formgebung statt einer Coladose eher einer platten Flunder entspricht.

Zugute halten muss man dem JBL Flip, dass er wirklich hohe Pegel schafft, er klingt dadurch nicht besser, aber man kann recht laut aufdrehen, wenn man will. Doch das reichte mir nicht, so habe ich eine Jambox herbemüht um den direkten Vergleich zu haben. Spielten beide auf derselben Lautstärke (in etwa 80% vom Jambox Maximum), waren die Unterschiede eher marginal. Der Flip klang spitzer aber auch topfiger und metallischer, die Jambox klang hingegen ausgewogener und hatte im Bassbereich mehr Power. Natürlich war die Jambox da schon nahe am Limit, während der JBL Flip gerade mal bei der Hälfte seiner Lautstärke spielte, aber Lautstärke ist nicht alles, die Dinger sollten auch bei bescheidenen Pegeln vernünftig klingen. Fand ich schon die Jambox diesbezüglich eher lasch, war das beim JBL Flip nicht viel anders, auch er klang kaum besser, und sogar der JBL On Tour Micro II, den ich letztens testen konnte, spielte auf ähnlichem Niveau und beeindruckte vor allem durch seine geringe Größe.

Insgesamt hat mich der Flip ziemlich enttäuscht. Ich hatte mir da weit mehr erwartet, nach der Lobeshymne von iLounge. Ich habe anschließend noch versucht ein wenig mit verschiedenen Equalizereinstellungen zu spielen und habe auch die SRS WOW Effekte von Mytunes ausprobiert. Entsprechend getuned und im Bassbereich gepusht, kam dann tatsächlich etwas Freude auf. Durch den relativ hohen Maximalpegel des Flip, brachte ihn auch eine starke Bassanhebung kaum aus dem Gleichgewicht, zumindest nicht bei normalen Lautstärken.

Es ist schade, dass JBL nicht versucht hat, den Sound im Bassbereich stärker zu pushen und dynamisch anzupassen, zur Not hätte man den Maximalpegel auch etwas begrenzen können, denn der Flip ist ohnehin sehr laut, sogar um einiges lauter als der größere Jabra Solemate. Sehr hilfreich wäre hierfür auch eine ähnliche globale Lautstärkeregelung wie beim Solemate gewesen. Denn die klanglichen Unterschiede, je nach Lautstärkeverhältnis zwischen Player und Lautsprecher sind beim JBL Flip schon etwas lästig.

Als Alternative zur Jambox ist der JBL Flip auf jeden Fall empfehlenswert, da auch um einiges günstiger, wobei der Preis in Europa mit 129,- Euro doch etwas überteuert erscheint, wenn man bedenkt, dass er in den USA nur 99$ kostet.
Ich jedoch habe auf etwas deutlich besseres gehofft, mit dem man auch bei leisen Lautstärken noch genügend Sound abbekommt!

Thursday, October 18, 2012

Review: Jabra Solemate - Der Lautsprecherschuh

Der Jabra Solemate hat mich seit seiner Ankündigung gereizt. Ist er doch schon um einiges größer als die Jambox, könnte er dadurch dank des zusätzlichen Woofers und großen Passivradiators durchaus einen "seriöseren" Sound liefern. In einigen Berichten wurde der Solemate sogar mit der BIG Jambox verglichen, was Klangqualität betraf.
Ein Lautsprecher deutlich kompakter als der Soundlink, aber gleichzeitig klanglich auch deutlich besser als Jambox oder FoxL, wäre natürlich perfekt. Also habe ich den Solemate kurzerhand bestellt, mit der Hoffnung, dass es sich dabei um genau den Lautsprecher handeln würde, den ich mir schon so lange wünsche.



Ich habe mich für die Version in weiss entschieden, obwohl mir schwarz eigentlich mehr gefallen hätte. Aber da es sich beim Solemate doch um ein portables Gerät handelt, das meistens draussen im Einsatz sein würde, wäre die schwarze Farbe bei längerer Zeit im direkten Sonnenlicht nicht so vorteilhaft.
Aber auch die weisse Version weiß durchaus zu gefallen und wirkt auch elegant, obwohl sie in kürzester Zeit Staub und Dreck angezogen hat. Die Rillen in der Sohle sind kaum sauber zu kriegen. Auch das schmucke bunte Kabel, das sich in der Sohle versteckt, dürfte innerhalb kürzester Zeit verschmutzen.


Ich habe schon einmal erwähnt, dass ich nichts gegen Produktkopien habe, wenn die Kopien besser als das Original sind. Auffällig ist beim Solemate auf besonders extreme Weise, welches Produkt die direkte Vorlage geliefert hat. Selbst die Verpackung der Jambox ist frech kopiert worden. Man hätte sich für den Solemate ebenso etwas völlig eigenständiges ausdenken können. Wenn für das Produkt eine "Sohle" bereits derart stark thematisiert wird, hätte die Verpackung stattdessen ebenso einer Schuhschachtel nachempfunden werden können. Hier hat man jedoch beinahe das Gefühl, als wären beide Produkte unterschiedliche Modelle vom gleichen Hersteller.


Es beschränkt sich aber nicht nur auf Ähnlichkheiten der Verpackung, das ganze Interface ist sehr an die Jambox angelehnt. Die 3 Tasten an der Oberseite schmücken beide Lautsprecher in gleicher Form. Alle Anschlüsse, sowie Powerknopf etc befinden sich bei beiden Lautsprechern auf der rechten Seite, ja sogar die Anordnung ist genau gleich. Ob das nur Zufall ist, wage ich zu bezweifeln, denn ich habe neugierig wie ich bin, auch kurz mal die Sohle abgenommen. Darunter war genau der selbe faserige Kunststoff, wie er auch beim Gehäuse der Jambox verwendet wird.

Weiters erkennt man deutliche Ähnlichkeiten beim Einschalten. Bestätigt die Jambox das Einschalten mit einem lauten tieffrequentem "Klick", gibt der Solemate ein fettes "Brumm" ab, vermutlich um so bereits ein wenig mit seinem Basspotential anzugeben. Das Paaren wird bei beiden Lautsprechern mit einer Stimme kommentiert, beim Solemate ist währenddessen auch ein hipper Beat zu hören, in voller Lautstärke, den man auch nicht runterregeln kann, bis sich ein paarungsbereites Gerät gefunden hat. Das "Blubb"-artige Geräusch beim Ausschalten der Jambox wurde beim Solemate in einer Art synthetischen 8-Bit Explosionssound umgesetzt, das mich irgendwie an das C64 Spiel "Fort Apocalypse" aus meiner Kindheit erinnert hat, wo ich jedes mal zusammengezuckt bin, wenn der Hubschrauber am Felsen zerschellt ist.
Während sich bei der Jambox seit dem letzten Update inzwischen alle Töne vollkommen deaktivieren lassen, kann man beim Solemate nur die Sprachansagen ausschalten. Das "Brumm" und die Explosion sind dagegen immer zu hören, vor allem lästig, wenn man das Gerät in leiser Umgebung einschalten will.
Für mich völlig unverständlich, warum hier Features kopiert werden, die schon beim Original kaum nützlich waren. Aber offenbar will man dem ahnungslosen Kunden einfach eine Kopie bieten, egal wie gut oder schlecht das Original bereits war.

Von der Größe ist der Solemate bereits etwas grenzwertig, um noch als ultraportabel gelten zu können. Dank der Schlaufe kann er zur Not zwar irgendwo festgemacht werden, aber schnell mal in die Hosentasche gesteckt, wie z.B. den FoxL, ist mit dem Solemate kaum möglich. Der FoxL hätte sicherlich 3 mal Platz im Solemate:



Auch die Jambox ist um einiges portabler und vor allem leichter. Doch das enttäuschende ist wieder mal der Klang in Anbetracht der Größe, weshalb ich gleich zum Wichtigsten komme, dem Klang!



Der Solemate kann laut spielen, zumindest um einiges lauter als Jambox oder Foxl, wobei auch hier die letzten beiden Lautstärkestufen je nach Musikstil am Solemate kaum nutzbar sind, da der Lautsprecher dann doch erheblich verzerrt. Durch dieses Limit verringert sich auch der Abstand zum FoxL oder Jambox.
Was mich dann doch sehr überrascht hat war, dass ein optimal aufgestellter FoxL sogar voller, und vor allem klarer, und feiner aufgespielt hat als der große Solemate. Der Solemate klang etwas verhangen, was sich noch zusätzlich verschlechtert hat, wenn er nicht direkt auf Ohrenhöhe aufgestellt war.
Bei normalen Lautstärken war der FoxL deutlich im Vorteil, erst nahe der maximalen Lautstärke konnte der Solemate sich behaupten, da der FoxL dann doch um einiges bemühter und nahe an der Verzerrungsgrenze spielte. Völlig frei klingt der Solemate zwar druckvoller, wobei der Bass eigentlich einen wummigen Charakter hat. Housekicks haben nicht die Power, wie es am FoxL der Fall ist, sie klingen einfach dumpf und kraftlos. Auch hier leider typisch, dass der Solemate bei niedrigen Lautstärken seinen Vorteil gegenüber FoxL oder Jambox kaum ausspielen konnte. Er klang genauso flau und kraftlos, man musste schon genau hinhören um überhaupt zu bemerken welcher Lautsprecher eigentlich spielte.


Größenmäßig entspricht der Solemate beinahe haargenau einem einzelnen Bose Computer Music Monitor, die ich immer wieder gerne als Referenz für wirklich großen Klang bei kleinsten Ausmaßen heranziehe. Gegen den Bose klingt der Solemate jedoch wie ein Spielzeug. War anfangs meine Hoffnung, dass der Solemate klanglich eher näher am Bose Soundlink spielen würde, als an der Jambox, ist genau das Gegenteil der Fall. Er klingt wie eine etwas größere Jambox, bietet jedoch klanglich keinerlei Überraschungen oder "Wow"-Effekte.


Der Vergleich mit dem Bose Soundlink ist natürlich etwas unfair, denn der Soundlink ist volumsmäßig in etwa doppelt so groß, jedoch ist der klangliche Unterschied Tag und Nacht, nicht nur was Lautstärke betrifft, sondern das Klangvolumen insgesamt. Wenn Platzmangel nicht unbedingt ein Faktor ist, würde ich mich jederzeit für den Soundlink entscheiden. Im Rucksack oder einer Tasche nimmt er kaum mehr Platz weg als der Solemate. Der Soundlink ist jedoch auch um einiges schwerer, wobei man dann kaum noch klangliche Kompromisse eingeht, beim Solemate hat man dagegen immer das Gefühl man höre einen kleinen beschränkten Lautsprecher.

Wenn man dem Solemate etwas zugute halten kann, dann den Umstand, dass Jabra es offenbanbar als erste geschafft haben eine einzige Master-Lautstärkeregelung via Bluetooth umzusetzen. Dreht man am Lautsprecher lauter, wird auch das Iphone automatisch lauter geregelt. So kann es nie vorkommen, dass man sich mit 2 getrennten Lautstärkeeinstellungen rumärgern muss, wie bei fast allen anderen mir bekannten Bluetoothlautstprechern: Ist die Lautstärke am Lautsprecher insgesamt niedrig eingestellt, kann auch der Zuspieler maximal hochgedreht werden, aber es wäre immer noch zu leise, nicht so beim Solemate, weshalb mir auch nicht einleuchten will, warum hier nicht an eine dynamische Klangoptimierung gedacht wurde. Dadurch, dass der absolute Lautstärkewert immer bekannt ist, könnte sowohl Klang als auch Dynamikbearbeitung entsprechend angepasst werden, um bei hohen Lautstärken Verzerrungen zu vermeiden, bei niedrigen dagegen den Klang weiter zu puschen.
Leider sind auch die Lautstärkestufen etwas grob umgesetzt. Die niedrigste Lautstärkestufe ist eigentlich bereits zu laut um leise nebenher hören zu können. Man kann zwar versuchen den Lautstsärkeregler am Iphone manuell noch weiter nach unten zu ziehen, aber die Lautstärke ändert sich dabei nicht.

Abschließend würde ich behaupten, dass der Solemate insgesamt zwar sicherlich das bessere Gesamtpaket als Jambox  usw abgibt, die ich sowieso für komplett überteuert halte, aber aufgrund der Größe hätte ich mir da schon deutlich mehr erwartet. Preislich zwar um einiges günstiger als Jambox, erkennt man beim genaueren Hinsehen, dass es sich beim Solemate doch um eine billige Kopie handelt, mit dem einzigen Zweck, die Popularität der Jambox auszunutzen, um ein eigenes Produkt mit kaum erwähnenswerten Verbesserungen auf den Markt zu werfen. Mein FoxL spielte in gewissen Situationen den Solemate sogar an die Wand, was im Endeffekt den größten Wow-Effekt für mich darstellte.

+ lustiges Design
+ lauter als Jambox oder FoxL
+ Lautsprecher regelt gleichzeitig auch die Lautstärke des Zuspielers
+ keine derart starken Vibrationen wie bei FoxL oder Jambox, dadurch auch keine Gefahr des "Rumwanderns"

- starke Verzerrung bei hohen Lautstärken 
- deutlich größer als die "Konkurrenz"
- für die Größe insgesamt enttäuschender Klang
- relativ gerichtete Abstrahlung, dadurch teilweise dumpfer Klang
- wummiger kraftloser Bass
- unnötige Töne und Ansagen, teilweise nicht abschaltbar
- grobe Lautstärkeabstufungen

Tuesday, October 16, 2012

Bluetooth vs. Airplay

Bluetooth Lautsprecher liegen derzeit voll im Trend, täglich werden weitere Modelle vorgestellt. Die schnelle Anbindung ohne lästige Kabel ermöglicht vor allem unterwegs eine komfortable Art des Musikhörens, vorausgesetzt die Klangqualität des Lautsprechers passt auch.

Im Gegensatz dazu liegen die Vorteile von Airplay auf der Hand: Der Airplay-Stream arbeitet mit verlustfreier Datenkomprimierung, dadurch ist auch tatsächlich CD-Qualität möglich, weshalb immer öfter Geeks nach Airplay- statt Bluetoothlautsprechern schreien, denn Bluetooth sei demnach bereits Schnee von gestern.

Tatsächlich erscheinen auch immer mehr portable Lautsprecher mit Apple's Airplay Streaming, aber welche Vorteile bietet Airplay außerdem, bzw. gibt es auch Nachteile?

Mich hat vor allem interessiert, wie sich beide Streamingarten auf den Energieverbrauch auswirken. Sowohl Wifi als auch Bluetooth verwenden 2,4Ghz als Sendefrequenz und können sich manchmal auch in die Quere kommen, außerdem gilt Bluetooth immer schon als Stromfresser schlechthin. Musikstreaming über Bluetooth sauge den Akku unnötig schnell leer, behaupteten alle.
Airplay benötigt hingegen eine Wifi-Verbindung. Entweder Lautsprecher und Zuspieler befinden sich im gleichen Wifi-Netzwerk, oder der Lautsprecher selbst baut ein eigenes Netzwerk auf, mit dem sich dann der Zuspieler direkt verbindet. Diese Art wird "DirectPlay" genannt, und soll angeblich von Libratone erstmalig umgesetzt worden sein, was jedoch mit  Sicherheit nicht stimmt, da jeder Airplay Lautsprecher, den ich bisher getestet habe, die selbe Art von Ad-hoc Netzwerk zur erstmaligen Konfiguration aufbaut, während dieser man bereits zum Lautsprecher streamen kann, ohne dass ein weiteres Wifi-Netzwerk benötigt würde.

Im Grunde ist Airplay noch komfortabler als Bluetooth, da irgendwelche Paarungsrituale von Beginn an entfallen. Ist der Lautsprecher erstmals richtig konfiguriert, ist er sofort auch von jedem Gerät aus sichtbar, sofern man sich im selben Wifi-Netzwerk befindet. Dadurch kann man den Lautsprecher von allen Apple-Geräten nutzen, falls nicht gerade bereits ein anderes Gerät den Lautsprecher "blockiert", sprich falls nicht ein anderes Gerät in diesem Moment Musik zum Lautsprecher streamt. Wie man sieht, handelt es sich bei Airplay um ein Apple-eigenes Protokoll, das im Grunde nur von Apple Geräten nutzbar ist. Inzwischen existieren jedoch bereits einige Möglichkeiten, um Airplay auch von Android-Geräten zu nutzen. Es gibt sogar NAS Festplatten von Synology, die direkt zu Airplaylautsprechern streamen können, die Steuerung geschieht dann mittels Browser, oder einer App, die sowohl für Android als auch iOS angeboten wird.

Bei Bluetooth ist dagegen nur eine einzige Verbindung gleichzeitig möglich, sodass ein Wechsel zwischen Zuspielern oftmals etwas ausarten kann und man vorher Bluetooth am ersten Zuspieler deaktivieren muss, um sich mit dem nächsten  Zuspieler verbinden zu können. Logitech's UE Boombox bietet jedoch als einer der ersten mir bekannten Bluetoothlautsprechern ebenfalls die Möglichkeit einer Verbindung mit bis zu 3 Geräten gleichzeitig. Auch hier ist zwar nur die Wiedergabe von einem einzigen Gerät möglich, aber stoppt das erste Gerät, kann das nächste Gerät sofort und ohne eine weitere Paarung losspielen, sofern es davor schon mit dem Lautsprecher gepaart wurde. Ein Manko hat Logitech's Lautsprecher aber dann doch, denn er verband sich nach dem Einschalten immer nur mit einem einzigen Zuspieler. Die weiteren Zuspieler musste man erst recht wieder manuell verbinden. Wenn dies beseitigt würde, hätte man dann tatsächlich eine Art "Airplay" über Bluetooth.
Der größte Nachteil von Bluetooth ist eigentlich die notwendige Datenkomprimierung. Je nach dem welcher Codec für die Komprimierung verwendet wird, kann das Ergebnis schlechter oder besser ausfallen. Am schlechtesten klingt der SBC-Codec, der an 96kbit MP3-Dateien erinnert. Darüber hinaus kann jedoch auch MP3 oder AAC für die Übertragung verwendet werden, wobei sogar Bitraten bis 320kbps unterstützt werden. Am besten sollte der Apt-X Codec klingen, der theroetisch auch eine verlustfreie Kompression erlauben würde. Leider wird Apt-X von mobilen Geräten noch kaum unterstützt (außer z.B. vom Galaxy S III).

Zur "Messung" des Stromverbrauchs habe ich mein Iphone 4 herangezogen. Ich habe eine 5-stündige Playlist vorbereitet, die ich mit dem vollgeladenen Iphone einmal über Bluetooth am Bose Soundlink abgespielt habe und am nächsten Tag über Airplay an die Philips Soundsphere. Beide male war das Iphone im Flugmodus, wobei für die Bluetoothwiedergabe nur Bluetooth aktiviert war, für Airplay nur Wifi. Andere Apps im Hintergrund wurden deaktiviert und das Iphone mit ausgeschaltetem Bildschirm liegengelassen.

Etwas überrascht haben mich dann die Ergebnisse:

Bei Bluetoothwiedergabe war nach 5 Stunden der Akku noch zu 86% voll.

Bei Airplay hingegen nur noch zu 62%!

Die Musikübertragung über Wifi benötigt demnach weit mehr als das Doppelte an Energie.

Aus diesem Grund kann ich den fortwährenden Wunsch nach portablen Airplaylautsprechern nicht ganz nachvollziehen. Selbst der angekündigte Libratone Zipp soll bei Airplaybetrieb nur 4 Stunden Akkulaufzeit bieten, während er über Aux-in 8 Stunden halten soll.
Außerdem ist seit Bluetooth 4.0 ein "low energy" Protokoll verfügbar, der den Stromverbrauch noch weiter senken sollte, was ich derzeit leider noch nicht testen konnte.
Ob weitere Optimierungen auch im Falle von Wifi möglich sind, bleibt fraglich. Für mich bleibt Airplay derzeit eine stationäre Hörmöglichkeit zuhause, und selbst da lasse ich aufgrund des hohen Akkuverbrauchs den Zuspieler meistens im Ladedock, weshalb eine simple Dockinstation statt Airplay den Zweck genauso gut erfüllen würde.

Thursday, October 11, 2012

Review: JBL on tour micro II/wireless

Minilautsprecher gibt es bereits zahlreicher als manch anderes Zubehör: die "billigen" Varianten X-Mini, Wavemaster Mobi, Raikko, Digitus Superbass, usw. dazwischen die Gattung "mittel", wo sich Logitech Mini Boombox etc. rumtreiben, und natürlich auch die teureren Gattungen wie FoxL oder Jambox. Ob der hohe Preis für die Jambox überhaupt gerechtfertig ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass diese kleinen Dinger durchaus praktisch sind, wenn man etwas musikalische Untermalung unterwegs benötigt.

So hatten wir am vergangengen Samstag Besuch von meinem alten Studienfreund mit seiner Frau und jungen Tochter, und wir wollten den wohl letzten sommerlichen Tag dieses Jahres draussen verbringen und entschieden uns für ein Lokal mit toller Aussicht über den Wienerwald. Im Gastgarten ging es recht  lustig zu und genau für so eine Situation wäre ein kleiner Lautsprecher für die Hosentasche das richtige. Einen Bose Soundlink mitzuschleppen wäre totaler Overkill, aber die meisten wirklich kleinen Lautsprecher schaffen es nicht eine überzeugende Klangkulisse vor allem draussen aufzubauen. Der FoxL klingt draussen oftmals ziemlich verloren. Der beeindruckende Bass, den man mit perfekter Aufstellung zuhause gegen eine Wand oder im Eck noch erzielen kann, verliert sich draussen als Vibration und ist kaum hörbar. Musik artet in einem Gesäusel aus, vor allem bei leisen Lautstärken, das kaum besser klingt als der eingebaute Lautsprecher im Handy.

JBL bzw. Harman Kardon ist bekannt für ihre Lautsprecher-"Kunst". Vor allem die etwas größeren Modelle (ich spreche hier vor allem von den üblichen Apple-Docks) können klanglich durchaus beeindrucken. Der go&play klingt für seine Größe wirklich gewaltig (außer bei Batteriebetrieb), beim JBL Radial fragt man sich wo da genau der Klang eigentlich rauskommt, handelt es sich doch eigentlich um einen Ring ohne echtes Volumen.
Die kleineren Lautsprecher von JBL, da vor allem die ganzen on tour Modelle haben mich bisher nicht so begeistert.

Nun hat JBL 2 neue Vertreter vorgestellt, den JBL Flip, den ich noch nirgendwo lieferbar gesehen habe, und der wohl eher eine Art direkte Konkurrenz zur Jambox darstellt, und den JBL on tour micro II bzw die wireless Version davon, die beide zur eher bescheidenen mittel-teuren bzw billigen Fraktion angehören.

Auf der JBL Seite wird jedenfalls stolz von einem "kleinen Wunder" gesprochen, und dass dieser Lautsprecher für den berühmten JBL®-Vollbereichsklang mit ausgezeichneten Bässen, dank der integrierten Bassreflexöffnung sorgen würde.
Ich war also neugierig zu hören was JBL diesmal "gezaubert" hat, und habe mir die wireless Version besorgt. Abgesehen von der Bluetoothanbindung sind beide Versionen identisch. Direkt auf der JBL Seite werden beide Versionen mit 39 bzw. 59 Euro angegeben. De facto kostet die Bluetoothversion bei Amazon derzeit jedoch 76 Euro  über 100 Euro!!! Wenn man bedenkt, dass die wireless Version in den USA nur 59$ kostet, dann ist der Preis hierzulande umgerechnet mehr als doppelt so teuer! Woher der große Preisunterschied kommt, kann ich nicht sagen.


Es handelt sich beim JBL on tour micro wireless um einen kompakten Disc-artigen (mono) Lautsprecher, unwesentlich größer als der Wavemaster Mobi, mit eingebautem Akku und der Möglichkeit zur Verkettung mehrerer Lautsprecher hintereinander. Die Bluetoothversion verfügt genauso wie die Version ohne über ein eingebautes Kabel, das elegant um den Lautsprecher gewickelt wird. Die Länge des Kabels ist abgewickelt auch entsprechend lang und nervt nicht wie beim Wavemaster Mobi als lästiges Anhängsel.


Ich empfinde das Design als sehr elegant und schlicht. Der on tour micro wireless wirkt auf jeden Fall um einiges edler und moderner als der Wavemaster Mobi. Er bietet durch die integrierte Öse am Gehäuserand auch die Möglichkeit ihn irgendwo zu befestigen, pendelnd am Rucksack z.B.

Die Frage ist natürlich wie gut das ganze klingt? Ich war einerseits überrascht, andererseits jedoch etwas enttäuscht. Der Klang hat tatsächlich einen gewissen Bauch im Bassbereich, aber gleichzeitig tönen die Mitten und Höhen etwas zu dominant, weshalb der Bass doch stärker als nötig untergeht. Der Klang hält sich insgesamt nicht besonders gut in Waage, er klingt etwas eckig und metallisch. Er ist auch für meinen Geschmack zu stark gerichtet. Da der Lautsprecher ja flach nach oben liegt, wird man ihn kaum direkt frontal hören, ausser man stellt ihn schräg gegen eine Wand. Aber von der Seite gehen die Höhen etwas unter und der Mittenbereich wird noch unangenehmer.

Bemerkenswert jedoch die relativ hohe Lautstärke. Er spielt um einiges lauter als Jambox oder FoxL und natürlich auch Wavemaster Mobi usw. Um Verzerrungen zu vermeiden, scheint JBL eine Art Limiter bei höheren Lautstärken anzuwenden. Man merkt bei basslastigen Stücken dann doch eine Art Pumpen, während die Lautstärke insgesamt kaum noch höher wird, obwohl man lauter dreht.
Nichtsdestotrotz fand ich die maximal mögliche Lautstärke ziemlich hoch. Die Bassreflexöffnung fängt natürlich ab einer gewissen Lautstärke an zu furzen, aber das ist bei einer derart kompakten Bauweise wohl nicht zu vermeiden. Mich wundert es sowieso dass JBL es geschafft hat, bei dieser Größe eine Bassreflexröhre zu verbauen.
Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass alle Schwingungsenergie der Membran auch tatsächlich als Schall abgegeben wird, wo beim FoxL oder Jambox der Passivradiator zwar tüchtig vor sich hinvibriert, aber manchmal kaum hörbar ist. Dadurch ist der JBL auch nicht derart aufstellungskritisch was die Basswiedergabe betrifft.
Hörbar reicht der Bass bis etwa 100hz hinab, darunter hört man eher wenig. Beim FoxL oder Jambox hört man sogar noch bis 80hz was, darunter ist eher nur noch reine Vibration zu spüren.


Völlig frei aufgestellt, kann sich der Klang vom JBL durchaus recht gut behaupten, er klingt dann ähnlich voll oder auch "dünn" wie die Jambox oder der FoxL. Erst wenn die Jambox auf den Boden gestellt wird, oder gegen eine Wand, Ecke etc. Kann man den wahren Bass hören, der dann um einiges druckvoller wird, als das was der JBL wiedergeben kann.
Der Bass vom JBL ist auch nicht besonders druckvoll ehrlich gesagt, er ist präsent, aber ihm fehlt der typische "Kick". Etwas schade wiedrum, dass außer einer Pegelbegrenzung bei hohen Lautstärken, keinerlei dynamische Klanganpassung bei leisen Lautstärken vorgenommen wird. Ich habe ein wenig mit verschiedenen Equalizereinstellungen herumexperimentiert, und fand, dass der JBL bei leisen Laustärken durchaus einen relativ starken Bassboost verträgt. Die Verzerrung der Membran ist auch nicht ganz so sehr das Problem, als vielmehr die kleine Bassreflexöffnung, die dann bei zu starker Bassanhebung furzt.


Im Direktvergleich mit dem Wavemaster Mobi klingt der JBL auf alle Fälle voller und dynamischer, während der Mobi noch stärker höhenbetont spielt.
Um den Klang ingesamt etwas besser zu tunen, gehört der obere Mittenbereich leicht abgesenkt, da der JBL sonst zu hölzern klingt und der Bass zu sehr in den Hintergrund tritt.

Geladen wird der JBL über einen Micro-USB Anschluss. JBL gibt eine Akkulaufzeit von 5 Stunden an, ich konnte die maximale Laufzeit leider nicht so genau testen, aber einige Stunden lief er bei mir ohne Anzeichen von Ermüdung durch.

Wirklich uneingeschränkt empfehlen kann ich den JBL on tour wireless nicht. So benötigt auch er eine gewisse Lautstärke, damit er ein halbwegs volles Klangspektrum erzeugen kann. Mit etwas Bassboost und entsprechender EQ-Bearbeitung klingt er aber teilweise nicht viel schlechter als ein FoxL, wobei der FoxL insgesamt dann doch eine reifere Leistung abgibt. Wäre der Preis nicht so hoch, könnte man ihn durchaus empfehlen. Ich habe auch schon große Küchenradios gehört, die schlechter geklungen haben. Für meinen Geschmack und meine Zwecke ist das Gebotene jedoch einfach zu mager. Ich suche nach wie vor nach dem kleinen "Wunder", das ich beim JBL on tour wireless so nicht unbedingt wahrgenommen habe.

+ klein und leicht
+ schönes modernes Design
+ laut
+ besserer und vollerer Klang als vergleichbare Billigmodelle
+ dank integrierter Bassreflexöffnung nicht so aufstellungskritisch wie Passivradiator-Designs

- teuer (zumindest in Deutschland und Österreich)
- Klang zu mittenbetont
- gerichtete Abstrahlung
- bei leisen Lautstärken etwas kraftlos

Tuesday, October 2, 2012

Review: Logitech UE Boombox - die Boombox für ultimative Ohren?

Logitech hat vor einiger Zeit die Marke Ultimate Ears aufgekauft, die damals für ihre professionellen In-Ears Monitore bekannt waren. Mittlerweile verwendet Logitech diesen Namen zur Vermarktung eigener Produkte in einer Art "Premium"-Schiene. Darunter fällt auch die neue Logitech UE Boombox, die ich kurz angetestet habe.


Es scheint sich bei der UE Boombox um eine überarbeitete Version der bereits bekannten und sehr populären Wireless Boombox (Z715) aus dem Hause Logitech zu handeln, nur etwas hübscher verpackt und um mehr als das Doppelte angeboten. In Wahrheit handelt es sich bei der UE Boombox natürlich um ein ganz neues Produkt, aber die Treiberkonfiguration ist dennoch fast identisch wie beim Vorgänger, nur das Gehäuse wurde deutlich vergrößert, ist nun auch aus Metall und wirkt dadurch viel edler wie der Vorgänger, was sich natürlich im Preis niederschlägt.

Aber obwohl das Design tatsächlich sehr chic ist und eine Art retrofuturistischen Charme ehemaliger Heizstrahler von Braun versprüht, haben mich vor allem die akustischen Qualitäten interessiert. War schon das Vorgängermodell klanglich nicht so schlecht, enttäuschte es jedoch bei Akkubetrieb völlig, da dem Klang dann die Puste ausging.
Ich wollte wissen ob die UE Boombox auch noch unter diesen Krankheiten litt, oder ob es hier um ein ernsthaftes "Tool" zum Musikhören unterwegs handeln würde.

Die UE Boombox ist nicht mehr ganz so kompakt, aber sie ist um vieles kleiner als populäre Boomboxen wie Harman Kardon go&play, oder Altec Lansing MIX etc.
Grob nachgemessen (ohne Tragegriff) beträgt das Gehäusevolumen nicht ganz 3 Liter, der Lautsprecher wiegt dabei fast 2kg. Auch wenn sie nicht viel größer als ein durchschnittlicher altmodischer Kofferradio erscheinen mag, so merkt man dann doch verglichen mit dem Bose Soundlink, um wie viel größer die Boombox eigentlich ist. Ein besserer Vergleich wäre größenmäßig der Bose Sounddock bzw. der neue Soundlink Air.

 
Kann ich den Soundlink schnell mal unter den Arm klemmen, oder bei Bedarf sogar ein einer Aktentasche verstauen, benötigt man für die Boombox schon einen größeren Rucksack, außer man trägt sie in der Hand, oder gleich auf der Schulter und besinnt sich dabei auf die guten alten 80er Ghettoblaster-Tage.



Das Benutzerinterface der UE Boombox ist aufgeräumt und gleichzeitig minimalistisch. Auf der linken Seite befindet sich die Bluetooth-Taste wie auch der Powerknopf, außerdem ein Aux-in Anschluss für nicht Bluetooth-fähige Geräte und der Anschluss für das externe Netzgerät.

Dazwischen ist auch ein kleines Loch, in dem sich ein Statuslicht befindet. Dieses blinkt, wenn der Akku geladen wird und erlischt, sobald das Laden beendet wird.

Ein- und Ausschalten wird mit einem Ton, einer Art Akkord bestätigt. Dieser nervt gottseidank nicht so wie die Töne oder Ansagen der Jambox, die man mit dem letzten Update übrigens auch endlich deaktivieren kann.
Auch bei erfolgter Bluetoothverbindung ist ein Ton (oder eher Geräusch) zu hören.








Die ganze rechte Seite fungiert hingegen als ein riesiger Lautstärkeknopf, den man meistens aber gar nicht benötigen wird, da man die Lautstärke sowieso über den Zuspieler regeln wird.

Ich hätte mir ehrlich gesagt die blauen Seiten in einer etwas dezenteren Farbe gewünscht. So wirkt das ganze dann doch unnötig "cheesy".
Dunkelgrau oder schwarz würde das ganze meiner Meinung nach noch edler wirken lassen.















Der untere Teil des Gehäuses ist gummiert. Ich kann nicht sagen wie robust dieser Überzug ist, aber ich hatte bisher mit dieser Art von Oberfläche eher schlechte Erfahrungen. Beim Tivoli PAL haben sich innerhalb kürzester Zeit die Ecken abgelöst. An meiner ehemaligen Lumix G1 war die Gummierung auch bald en heiklen Stellen weggewetzt, und mein altes Compaq Presario Notebook hat den Gummibezug genauso wenig lange halten können.
Die Gummierung ist natürlich von Vorteil, um etwaige Vibrationen der Lautsprecher oder in diesem Fall Passivradiatoren nicht an den Untergrund weiterzugeben. Aber ehrlich gesagt sind mir bei der UE Boombox auch keine besonders starken Vibrationen aufgefallen. Offenbar scheinen die Passivradiatoren vorne und hinten entgegengesetzt mit der gleichen Masse zu schwingen, wodurch gar keine einseitige Unwucht entstehen kann.


An der Unterseite befindet sich ein kleines Akkufach, was sehr lobenswert ist, da der Akku nach seinem Lebenszyklus im Notfall gegen einen neuen ausgetauscht werden kann. Ich war natürlich äußerst neugierig, um zu erfahren welcher Akkutyp hier verbaut wurde und wie stark dieser ist, denn bei der alten Wireless Boombox war der Akku einfach viel zu spärlich bemessen. 
Ich dachte ich kippe vom Stuhl, als ich dann den fast schon lächerlichen Akku der UE Boombox aus seinem Versteck holte. Der Akku ist kaum größer als eine stinknormale AA-Zelle, liefert laut Angaben 2150mAh bei 3,7V. Selbst der Akku der Wireless Boombox war größer, hatte jedoch eine ähnliche Kapazität. 

Das Netzgerät der UE Boombox liefert 2A bei 12V, ist somit um einiges stärker als der Strom, den der Akku abgeben kann.


Ich habe dadurch schon befürchtet, Logitech hätte den selben Fehler gemacht wie beim Vorgänger und würde bei der UE Boombox den Klang im Akkubetrieb genauso kastrieren wie zuvor. Zum Vergleich liefert der Soundlink Akku eine ähnliche Ladung jedoch bei 12V. Welcher Lautsprecher nun effizienter mit dem Strom umgeht, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall klingt die UE Boombox diesmal gleich, egal ob bei Netzbetrieb oder von Akku. Es gibt zwar einen anderen Nebeneffekt bei Akkubetrieb, auf den ich jedoch erst später eingehen will.

Eine weitere Besonderheit, die extra erwähnt werden sollte ist, dass sich die UE Boombox mit 3 verschiedenen Geräten gleichzeitig paaren kann. Sie kann zwar nicht von allen dreien gleichzeitig Musik abspielen (quasi als Mix), aber stoppt man an einem Gerät die Wiedergabe, kann das nächste Gerät sofort losspielen, ohne dass man irgendetwas extra neu paaren müsste.
Im Grunde finde ich dieses Feature äußerst praktisch, denn hat man mehrere Bluetoothgeräte im Haus, bräuchte man nicht jedes mal neu zu verbinden, wenn man die Wiedergabe von einem Gerät aufs andere legen will. Die Boombox würde mehr oder weniger einem Airplay-Lautsprecher ähneln, der von 3 gepaarten Geräten aus verfügbar wäre.
Das funktioniert nicht immer ganz so reibungslos wie hier beschrieben. Je nachdem welche Geräte mit der UE Boombox verbunden sind, kann es sein, dass das nächste Gerät erst nach einigen Sekunden die Wiedergabe starten kann. Mit aktuellen Iphones und iOS5 war der Wiedergabewechsel sofort möglich, bei einem alten Iphone mit älterem Betriebssystem und einem Ipad wurde die Wiedergabe erstmal einige male gestoppt, bis dann wirklich das Ipad losspielen konnte.

Leider hat diese Angelenheit einen Haken. Man muss nach dem Einschalten alle gewünschten Geräte sowieso manuell mit der UE Boombox verbinden. Von alleine stellt die UE Boombox nur die Verbindung zum ersten gefundenen Gerät auf, nicht aber zu allen dreien. Will ich die UE Boombox auch mit einem weiteren meiner Geräte paaren, muss ich die UE Boombox erst unter den bekannten Geräten auswählen und die Verbindung hier forcieren, erst dann verbindet sich die UE Boombox mit einem weiteren Gerät, auch wenn dieses bereits bekannt ist.
Vielleicht ist das technisch gar nicht anders möglich, aber schön wäre es, wenn die UE Boombox sich sofort mit allen bekannten Geräten gleichzeitig verbinden würde, um alle weiteren notwendigen Menüschritte zu vermeiden.
Ich dachte hier vor allem an meine Mutter, die immer wieder Probleme hat ihre beiden Geräte Iphone und Ipad entsprechend mit ihrer Jambox zu paaren. Meistens verbindet sich die Jambox mit dem Gerät, das gerade nicht gewünscht ist. Aber offenbar bietet auch die UE Boombox in diesem Fall keine Erleichterung.
Eine Möglichkeit für etwaige Firmwareupdates habe ich nicht entdeckt, da der UE Boombox offensichtliche Interfaces ala USB usw fehlen.

Die Reichweite der Bluetoothverbindung ist in etwa dem Soundlink ähnlich. Im Freien komme ich auf etwa 25-30 Meter, bevor die Verbindung zu Stottern beginnt. Mir sind aber auch so immer wieder Abbrüche bei Bluetooth aufgefallen, die ich nicht ganz eingrenzen konnte. Die UE Boombox hat sich dann nach einigen Sekunden wieder allein mit dem Zuspieler verbunden. Aber kurze Abbrüche habe ich dennoch wiederholt festgestellt.

Das wichtigste wie immer am Schluss, nämlich der Klang:
Ich kann mich nicht wirklich negativ über die Boombox aussprechen. Der Klang ist druckvoll, laut und schindet Eindruck. Aber wirklich ausgewogen klingt die Boombox nicht. Die Höhen sind relativ schrill, und der Bass ziemlich wummig, was dagegen beinahe völlig untergeht ist der Mittenbereich.

Gegen größere Ghettoblaster und Boomboxen ala Harman Kardon go&play, oder Altec Lansing MIX kann die UE Boombox in keinster Weise anstinken. Sie hat weder das klangliche Volumen, noch deren Power, um wirklich mithalten zu können. Selbst der Vergleich mit dem Soundlink (in diesem Fall mit der neuen Soundlink Version) geht eher zugunsten des Soundlink, obwohl dieser mehr als zwei mal Platz in der UE Boombox hätte.
Der Bass vom Soundlink ist nicht so wummig abgestimmt, aber ähnlich druckvoll, wenn nicht sogar kraftvoller. Die Mitten sind beim neuen Soundlink viel natürlicher, man hört Stimmen, die bei der Boombox kaum auszumachen sind. Nur im Höhenbereich klingt der Soundlink im direkten Vergleich richtig dumpf, aber auch nur deswegen, weil die Boombox hier bereits ziemlich spitz ist. Für meine Ohren klingt es fast ein wenig so, als hätte jemand mit dem EQ gespielt, der keine Ahnung davon hat. Auch meine Mutter, die nicht gerade technisch interessiert ist und auch sicherlich nicht mehr ganz so gut hört, hat gemeint die UE Boombox hätte einen zischenden Klang.

Für sich genommen ist die Boombox durchaus hörbar und je nach Genre klang sie teilweise auch besser als der Soundlink. Vor allem Dance-Mucke kam auf der Boombox richtig kraftvoll. Für meinen Geschmack jedoch habe ich eher das Gefühl, als würde die UE Boombox den Klang unnötig aufblähen, ohne ein wirklich positives Resultat. Der Soundlink klingt realistischer und im Falle der neuen Version auch im Stimmbereich präsenter.

Was die maximale Lautstärke betrifft, so kann die UE Boombox durchaus laut spielen, sie spielt dann auch um einiges lauter als der Soundlink, verzerrt aber ab einer gewissen Lautstärke erheblich, dabei scheint es egal ob sie von Netzgerät oder Akku spielt, sie spielt beide male gleich laut und verzerrt auch gleich.
Der lustige Nebeneffekt bei Akkubetrieb ist jedoch, dass die maximale Lautstärke mit der Zeit immer mehr abnimmt. Ich hatte die UE Boombox während einer längeren Autofahrt im Einsatz und die Lautstärke nahm bereits nach einer Stunde merkbar ab, ich konnte zwar dann noch am Player nachregeln und lauter stellen, aber kurze Zeit später wurde die Lautstärke nochmals sprunghaft reduziert. Nach 2 Stunden war die maximal mögliche Lautstärke der UE Boombox dann bereits um einiges niedriger als die des Soundlink, wobei dieser bei voller Lautstärke unverändert und ununterbrochen gute 4 Stunden durchspielen kann.
Dieser Umstand scheint dem mikrigen Akku zu verdanken zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in einem derart großen Gehäuse nicht Platz für einen stärkeren und größeren Akku gewesen wäre.

Wer also unterwegs gerne laut und etwas länger Musik mit der UE Boombox hören will, sollte eher wo anders suchen. Logitech gibt zwar die Akkulaufzeit mit 6 Stunden an, aber dabei werden wohl eher Zimmerlautstärken gemeint sein.

Insgesamt würde ich die UE Boombox durchaus positiv bewerten. Sie kann vor allem durch ihr auffälliges und gleichzeitig elegantes Design punkten. Aber mit etwas Aufpreis ist man mit einem Soundlink deutlich portabler, hat den meiner Meinung nach besseren Klang und auch einen Akku, auf den man sich verlassen kann. So habe ich den Soundlink auch schon deutlich länger als 12 Stunden am Stück im Einsatz gehabt, wenn die Lautstärke sich in "normalen" Bereichen abgespielt hat.
Die UE Boombox gehörte richtig feingetuned und mit einem stärkeren Akku versehen, dann wäre Logitech wahrlich ein Meisterstück gelungen, so aber reiht sich die UE Boombox zu der ziemlich unüberschaubaren Liste an portablen Lautsprechern, die aber wenigstens auch hübsch anzusehen ist. Bei dieser Größe hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr "Dampf" unten rum gewünscht.

+ tolles Design und Verarbeitung
+ druckvoller Klang auch bei Akkubetrieb
+ laut
+ Möglichkeit zur gleichzeitigen Kopplung mit drei Geräten

- Klang insgesamt unausgewogen, wirkt teilweise billig
- Bassbereich wummig, ohne Tiefe
- übertrieben schrille Höhenwiedergabe, kaum Mitten
- Auffällige Verzerrungen bei hohen Lautstärken
- zu knapp bemessener Akku, dadurch automatische Reduktion der Lautstärke
- Automatische Kopplung nur mit einem Gerät


Thursday, September 27, 2012

Libratone Zipp - der Kuschelige...

...obwohl, wie kuschelig ist Wolle schon, wenn ich von Wollpullis immer Irritationen bekomme!

Jedenfalls hat Libratone konform ihrem bisherigen Wolldesign einen neuen portablen Airplay-Lautsprecher vorgestellt. Der Libratone Zipp ist deutlich kompakter als die Vorgänger und verfügt auch über einen eingebauten Akku. Die Angaben zur Akkulaufzeit laufen etwas auseinander, so soll er bei Airplayanbindung 4 Stunden halten, bei Anbindung per Kabel 8 Stunden. 4 Stunden wären etwas mager, ehrlich gesagt, und ich kaufe mir auch keinen kabellosen Lautsprecher, um ihn dann erst recht per Kabel zu betreiben.
Der Libratone Zipp benötigt angeblich kein bestehendes Wifi zum Aufbau der Airplay-Verbindung, sondern verwendet das PlayDirect Protokoll, wobei mir nicht ganz einleuchten will, was da der Unterschied zu allen bestehenden Lösungen mittels eigenem Hotspot sein soll, das vom Lautsprecher selbst oder vom iOS-Gerät aufgebaut wird, denn genauso wie bei einer direkten Verbindung mittels Hotspot, kann bei PlayDirect die Wifi-Verbindung nur noch fürs Airplay-Streaming genutzt werden, man kann nicht etwa gleichzeitig Internetradio aus dem Netz streamen, außer über das Mobilfunknetz.


Das Design des Lautsprechers finde ich sehr gelungen: schlicht und edel, aber durch die Wollhülle auch ungewöhnlich. Die Hülle wird in vielen verschiedenen Farben erhältlich sein, und soll 50 Euro kosten. Der Lautsprecher selbst hat ein Volumen von 3 Litern und wiegt nicht ganz 2 kg, wodurch ich ihn noch als durchaus portabel ansehen würde. Dank der Trageschlaufe, könnte man ihn sogar an einen Rucksack dazuhängen oder ähnliches.


Libratone wendet einige DSP-Tricks an, um den Lautsprecher auch auf die räumlichen Gegebenheiten abzustimmen. Der Lautsprecher soll 360° abstrahlen und keinen engen Sweetspot verlangen (Bose, so macht man das), heikel ist halt der Preis, der über 400 Euro liegen soll. Interessant wird zu hören sein, wie er sich mit der Konkurrenz messen wird. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch keinen einzigen Libratone Lautsprecher gehört habe, man liest aber viel gutes darüber. Der neue Bose Soundlink Air kostet mit Akku vergleichbar viel, ist aber vom Design natürlich nicht ganz so chic!

Monday, September 24, 2012

Amazon Cloud Player - To Cloud or not to Cloud?


Letzte Woche wurde nun endlich auch in Deutschland und Österreich Amazon's Cloud Player Streamingdienst gestartet. Ähnlich wie bei Itunes Match, kann man auch bei Amazon seine MP3-Sammlung mit Amazon's Datenbank abgleichen, bzw. wenn Titel oder CDs nicht erkannt werden, hochladen und dann von verschiedenen Geräten aus hören. Bereits bei Amazon gekaufte MP3-Alben werden vom Cloud Player nach einer erstmaligen Anmeldung sofort erkannt und in die Cloud übernommen. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit 250 Titel gratis hochzuladen (bzw. abzugleichen), ein Jahresabo kostet 25 Euro und bietet Platz für 250.000 Titel, also eine ganze Menge.

Ist es bei Itunes nur möglich Titel direkt aus der Cloud zum Hören aufs Iphone vorher zu laden, kann man mit Amazon Cloud Player auch ganz normal streamen. Man kann aber natürlich auch einzelne Titel oder gesamte Alben zum offline-Hören aufs Gerät speichern. Außerdem erkennt Amazon nicht nur MP3-Dateien, sondern auch Ogg Vorbi, AAC und sogar FLAC.
Darüber hinaus bietet Amazon eigene Apps sowohl für iOS als auch Android an, weshalb man von Apple ziemlich unabhängig bleibt und auf die eigene Musik von überall zugreifen kann.

Um eigene Musik in die Cloud zu importieren, muss man einen Desktoprechner bemühen. Dazu wird wird ein Adobe Air Plugin im Browser installiert (man benötigt dafür Admin-Rechte), über den man entweder den gesamten Arbeitsplatz nach Musik scannen lassen kann, oder man durchsucht bestimmte Verzeichnisse manuell.



Für iOS gibt es bisher leider noch keine eigene Ipad-App, man muss sich derzeit auch am Ipad mit der kleineren Iphone-App begnügen:


Die App unterscheidet zwischen 2 Modi: Cloud und Gerät. In der Cloud werden alle dort gespeicherten Alben und Titel gelistet, unter Gerät sind es die am Iphone oder Ipad gespeicherten Titel, wobei hier nicht zwischen Titeln unterschieden wird, die mit Itunes synchronisiert wurden, oder aus der Cloud geladen. Das kann insofern ärgerlich sein, da man meistens gehörte Titel, die aus der Cloud geladen wurden, irgendwann auch wieder löschen will. Dies ist nur direkt über den "Geräte"-Modus möglich, aber man erkennt nicht sofort welche Alben aus der Cloud geladen wurden, und welche nicht. Es gibt zwar unter Einstellungen einen Punkt, der "Downloads verwalten" heisst, jedoch werden hier nur einzelne Titel gelistet, die bereits heruntergeladen wurden, man kann von hier aus nichts löschen, sondern muss dies direkt über "Gerät" machen und hier das entsprechende Album zuerst mal finden.
Hilfreich wäre es, wenn man zusätzlich nach Alben, die nur aus der Cloud geladen wurden, filtern könnte, oder unerwünschte Titel auch direkt aus einem Downloadmanager löschen. Derzeit ist beides nicht möglich.

Abgesehen davon gibt es einige weitere Einschränkungen, die man leider erst im Nachhinein erfährt, wenn es schon zu spät ist:


Bevor man den Cloud Player nutzen kann, muss man die entsprechenden Geräte erst autorisieren. Pro Cloud lassen sich bis zu 10 Geräte autorisieren, jedoch was man nicht weiss, dass sich ein Gerät bloß mit einer einzigen Cloud autorisieren lässt. Man kann zwar einmalig zu einer anderen Cloud wechseln, jedoch ist danach für 180 Tage kein weiterer Wechsel mehr möglich.
Man kann einzelne Geräte von der Autorisierung wieder rausnehmen, jedoch lassen sich diese Plätze erst nach 30 Tagen wieder belegen. Oder man kann auch einmal pro Jahr die Aufhebung aller autorisierten Geräte für ein jeweiliges Cloud-Konto durchführen, womit sich dann sofort alle Plätze neu belegen lassen.

In meiner Euphorie habe ich natürlich sofort 2 Cloud Accounts erstellt. Einen für mich und einen für meine Mutter. Da Simfy auf ihrem Ipad immer wieder rumgezickt hat und gewisse Titel nicht abspielen wollte, habe ich Amazon Cloud Player als eine gute Alternative gesehen, um ihr immer wieder neue Musik nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. CDs, die ich manchmal kaufe, kann ihr nicht einfach so schicken, da sie damit auf ihrem Ipad nichts anfangen kann.  Meistens rippe ich die CDs selbst und kann sie dann gleich in ihre Cloud laden, damit sie diese problemlos direkt vom Ipad aus hören kann.
Um zu prüfen, ob das auch fehlerfrei funktioniert hat und alle CDs richtig getagged im Cloud Player übernommen wurden, habe ich mich auf meinem Iphone mit dem Account meiner Mutter angemeldet, mit dem Resultat, dass ich nicht mehr auf meinen eigenen Account zugreifen kann und nun 180 Tage warten muss!

Ich habe natürlich darauf hin sofort den Amazon Support angerufen, der mich am Tag darauf zurückgerufen hat. Ich habe die Sachlage erklärt und man hat versucht das Problem zu lösen, mit dem Resultat, dass es angeblich nicht lösbar wäre und ich nun tatsächlich die 180 Tage warten muss, um mein eigenes Konto wieder vom Iphone aus nutzen zu können. Mein Iphone ist somit für das nächste halbe Jahr fix mit dem Account meiner Mutter verbunden!

Diese Einschränkung hat meine Euphorie kurzerhand wieder verblassen lassen. Auch ist für mich diese Einschränkung logisch nicht nachvollziehbar. Wenn ich 2 Accouns zahle, muss ich auch die Möglichkeit haben diese 2 Accounts nutzen zu können.
Wie dem auch sei, für mich ist der Amazon Cloud Player erstmal gestorben. Ich werde zwar die Cloud meiner Mutter pflegen und mit neuer Musik nach ihrem Geschmack versorgen, aber ich selbst kann meine eigene Cloud nicht nutzen!